Natur

Kunst und Natur

Die Darstellung von Natur ist ein so zu sagen ur-menschliches Anliegen. Denkt man an die Höhlenmalerei unserer Vorfahren.
Im Schamanismus geht der Schamane auf eine innere Reise zu den Naturgeistern. Deren Botschaft er bildhaft gestaltet, um Mensch und Natur miteinander in Einklang zu bringen.

Stets ist und war der Mensch verbunden und abhängig von der Natur und bestrebt, das Unbegreifliche, Unendliche zu erforschen, zu verstehen und darzustellen.

Welche Bedeutung hat die Natur für die Kunst?

Das Verhältnis von Natur und Menschheit hat sich über viele Jahre verändert. Der gestaltende Mensch kultiviert Naturlandschaften.
Die spürbare Abhängigkeit von der Natur scheint weniger geworden zu sein und doch sind wir sterbliche Naturwesen geblieben.
Geburt, Tod und Wiedergeburt gehören zu den ganz großen Themen der Kunst.

Naturdarstellung Landschaft

Landschaft ist unterschiedlich darstellbar: als gewaltiges Naturereignis, lieblicher paradiesischer Garten, Kulturlandschaft und vieles mehr. Die Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft kann kritisch, dokumentarisch und romantisch verklärend sein.
Das alles ergibt Sinn, ist doch Landschaft und Natur auch stets Symbol für den jeweiligen Zeitgeist. Landschaften sind Landschaftsorte. Das sind reale und geistige Lebensorte.

Es gibt kaum Orte, in die der Mensch nicht vorgedrungen wäre. Umso mehr fasziniert unsere Abhängigkeit von der Natur und deren immer wiederkehrende Unberechenbarkeit.
Der Mensch als ein kleiner Teil des Ganzen, dem Sein, Werden und Vergehen ausgeliefert – eben dem ewigen Fluss des Lebens.

Kunst gestaltet.

Von jeher war Bildende Kunst ein Weg, sich mit dem Unbegreiflichen, Unendlichen der Natur auseinanderzusetzen. Das geschieht durch Ordnungen. Kunst ordnet und strukturiert. Macht da sichtbar, wo der Künstler als eine Art Medium, wahrnimmt, denkt, fühlt und darstellt.In diesem Kontext denkt man an einen Schamanen. Den Naturheiler, der in die Welt der (Natur)Geister abtaucht, das Ganze in Bilder fasst, für andere sozusagen transportiert.

Patricia Hell, Pappeln im Wind     Natur und Kunst, Patricia Hell

 

 

 

ANSGAR SKIBA – NATUR

Der in Dresden geborene und in Düsseldorf lebende Maler und Zeichner  Ansgar Skiba befasst sich in seinen Werken seit Jahrzehnten mit dem  Thema Natur.
Die bildfüllend dargestellten Motive von Gletschern, Wellen, Gebirgsseen,  Waldlichtungen und Gärten verwandeln Naturenergie in Farbenergie und  schildern die verschiedenen Zustände von Wasser, Licht, dem Leuchten  und Wachsen der Natur.

Ansgar Skiba ist vor allem ein Maler der Farbe. Aus Farbe und mit Farbe, ihrer Materialität und gleichzeitigen Flüchtigkeit, ihrer Verdichtung, Überlagerung und Modulation entwickelt er alle Formen seiner Malerei.
Farbe als Farbe und nur als das, sie in ihrer sinnlichen Präsenz und schier grenzenlosen Produktivität in Erscheinung zu bringen, bilden den Ausgangs- und Fluchtpunkt seines künstlerischen Tuns.

Ohne sie jemals von abbildhaften Aufgaben zu befreien, davon also, die gegenständliche Welt zu beschreiben, thematisiert er das Selbstsein der Farbe als Bildphänomen. Jede Farbsetzung lässt ein Kraftfeld entstehen – in keiner Phase des Bildes gibt es Ruhe. So steht das Formwerden der Farbe als Energie im Zentrum seines malerischen Konzepts.

Skibas Motive vereinigen in exemplarischer Weise alle ihm wichtigen und für seine Malerei typischen Eigenschaften: Gegenständlich archetypische Motivik – reinfarbliche Koloristik – flächige Tiefenräumlichkeit – reliefhafter Farbauftrag und
haptische Präsenz – Kraft, Dynamik und Sinnlichkeit – Vermeidung vordergründiger Inhalte – Identität von Dargestelltem und Bildfläche.
Ansgar Skiba hat seit 1985 regelmäßig an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen, ist in namhaften öffentlichen Sammlungen vertreten, hat in Kunstvereinen und Museen ausgestellt und präsentierte seine Gemälde auf internationalen Kunstmessen.

Ansgar-Skiba Südküste auf Island                                       Ansgar Skiba, Hochland

Ansgar Skiba, Natur

 

Kunst und Natur

„Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis zu enthül­len anfängt, der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, derKunst“.
(J. W. v. Goethe)GOETH E beschreibt den Dialog zwischen Kunst und Natur, die beide nicht bedingungslos ver­knüpfbar, aber auch nicht voneinander trennbar sind. Abstrakte wie gegenständliche Kunst sollen Gesetzen folgen. Die hat Goethe in seinem Aufsatz „Einfache Nachahmung der Natur, Manier und Stil“ (1789) festgelegt. Das höchste Anliegen eines Künstlers ist die Erlangung eines Stils. Der hebt sich von der „Nachahmung im fleißigen Abmalen der Natur“, von der „Manier der liebevollen Ge­genwartsbewältigung“ insofern ab, als der Künstler eine allgemeine Bildsprache finden muß. Diese vermag sich nach gründlichem Naturstudium, Eigenschaf­ten, das Wesen der Dinge, in charakteristischen Formen auszudrücken.